Ketil Bjørnstad
Ketil Bjørnstad zählt zu den bedeutendsten
Pianisten Norwegens. Sein melodiöses Spiel fußt
ebenso auf Elementen der europäischen Konzertmusik wie auf
einem großen, durch den Jazz inspirierten,
Improvisationsvermögen. Seine Kompositionen wurden u. a. in
Filmen von Jean-Luc Goddard oder Ken Loach verwendet. Einem noch
größeren Publikum ist Ketil Bjørnstad
darüber hinaus als Schriftsteller bekannt. Seine Novelle
„Vindings Spiel“ war auch in Deutschland in den
Bestsellerlisten an vorderster Stelle vertreten.
Obwohl man Ketil Bjørnstad allgemein dem Jazz zurechnet
– er selbst sieht dies durchaus nicht so eindeutig
– liegen seine Wurzeln doch in der Klassik, immerhin
debütierte er 1969 mit Bartóks drittem
Klavierkonzert beim Osloer Philharmonischen Orchester. Einige Zeit sah
es so aus, als wenn Ketil Bjørnstad bei dieser Musik bleiben
würde, wäre da nicht die in jenen Jahren pulsierende
Jazz-Szene Oslos gewesen. Der ihm neue, spielerische Ansatz der
Jazzmusiker brachten den damals achtzehnjährigen
Musiker von dieser vorgezeichneten Bahn ab. Ab diesem Moment sei ihm
klar geworden, was er wirklich wolle, sagt er: die eigene Musik
schreiben und spielen. Was er seitdem auch tut.




